Ratgeber · KI-Agenten im Unternehmen

KI-Agenten im Unternehmen: was sie tun, was sie kosten, wie man sie kontrolliert.

Ein Ratgeber für Geschäftsführung und IT-Leitung im Mittelstand. Ohne Fachjargon, mit den Fragen, die vor einer Entscheidung auf den Tisch gehören.

Was ein KI-Agent ist

Ein Chatbot antwortet. Ein Agent handelt.

Ein Chatbot schreibt Text, den ein Mensch liest und dann selbst entscheidet, was er damit tut. Ein KI-Agent bekommt eine Aufgabe und Zugriff auf Systeme. Er kann eine E-Mail verschicken, einen Datensatz im CRM ändern, eine Rechnung vorbereiten oder eine Bestellung auslösen. Der Unterschied ist für die Haftung entscheidend: Beim Chatbot handelt am Ende ein Mensch, beim Agenten handelt die Software. Deshalb stellt sich beim Agenten die Frage, wer ihm was erlaubt hat.

Wo sich ein Agent lohnt

Wiederkehrende Arbeit mit klaren Regeln.

Ein Agent lohnt sich dort, wo dieselbe Arbeit oft anfällt und die Regeln bekannt sind: Anfragen vorsortieren, Daten zwischen zwei Systemen abgleichen, Dokumente prüfen und zusammenfassen, Angebote aus Vorlagen vorbereiten. Schwierig wird es bei Entscheidungen, die heute schon zwischen zwei erfahrenen Kollegen umstritten sind. Dort hilft ein Agent als Vorbereiter, aber die Entscheidung sollte beim Menschen bleiben. Ob Ihr Fall dazugehört, lässt sich mit den Werkzeugen in unserem Lab grob einschätzen.

Kosten

Was ein KI-Agent kostet.

Die Kosten setzen sich aus zwei Teilen zusammen. Der erste ist die Entwicklung: Anbindung an Ihre Systeme, Regeln, Freigaben, Tests. Der zweite ist der Betrieb, also die Rechenleistung für das Sprachmodell. Bei Cloud-Modellen zahlen Sie nach Nutzung, bei einem lokalen Modell einmal für die Hardware und dann Strom und Wartung.

Konkret bei uns: Ein Discovery Workshop klärt an einem Arbeitstag, ob sich ein Agent für Ihren Fall trägt, und kostet 2.900 € netto. Er wird bei einem Projekt ab 25.000 € netto vollständig angerechnet. Individuelle KI-Anwendungen starten bei 25.000 € netto. Wollen Sie mehrere Agenten über eine gemeinsame Kontroll- und Freigabeschicht laufen lassen, gibt es dafür AXYON als Kauflizenz: 7.990 € einmalig als macOS-App für einen Arbeitsplatz, 39.990 € einmalig als Appliance für die erste Produktivumgebung. Alle Preise netto zzgl. USt.

Kontrolle

Wie man einen Agenten kontrolliert.

Die wichtigste Frage stellt sich nicht beim ersten Fehler, sondern wenn jemand fragt, warum der Agent an einem bestimmten Tag etwas getan hat. Darauf braucht es eine Antwort, die sich belegen lässt. Diese Bausteine gehören dazu, unabhängig davon, wer den Agenten baut. Ausführlicher am Beispiel WordPress auf der Seite KI-Plugins für WordPress.

Begrenzter Auftrag

Der Agent hat eine beschriebene Aufgabe und darf nur die Systeme und Aktionen nutzen, die dafür nötig sind. Alles andere ist gesperrt, auch wenn das Werkzeug es technisch könnte.

Freigabe vor kritischen Aktionen

Was Geld bewegt, Kunden erreicht oder Daten löscht, geht vorher an einen Menschen. Die Freigabestufe legen Sie fest, nicht der Agent.

Not-Aus

Ein Agent muss sich sofort anhalten lassen, ohne dass dafür jemand in den Code greifen muss.

Protokoll jeder Aktion

Wer hat was ausgelöst, wer hat freigegeben, mit welchem Ergebnis. In einer kryptografisch verketteten Form werden nachträgliche Änderungen erkannt.

Schutz vor untergeschobenen Anweisungen

Agenten lesen E-Mails, Dokumente und Webseiten. Darin können Anweisungen stecken, die der Agent für Ihre hält. Dagegen helfen getrennte Berechtigungen und die Freigabe vor jeder kritischen Aktion.

Eine Akte je Agent

Aufgabe, Berechtigungen, Verantwortlicher, Freigabestufen und Änderungen gehören in eine Betriebsakte. Sie ist das, was Sie in einer Prüfung vorlegen.

Wann Sie keinen Agenten brauchen

Manchmal reicht eine Regel.

Wenn sich eine Aufgabe vollständig mit festen Regeln beschreiben lässt, ist klassische Automatisierung oft billiger und berechenbarer als ein Sprachmodell. Ein Agent bringt erst dann etwas, wenn Texte verstanden, Fälle eingeordnet oder unstrukturierte Dokumente gelesen werden müssen. Auch das klären wir im Discovery Workshop, und das Ergebnis kann lauten, dass Sie keinen Agenten brauchen.

FAQ

Häufige Fragen zu KI-Agenten

Was ist der Unterschied zwischen einem Chatbot und einem KI-Agenten?
Ein Chatbot erzeugt Text, und ein Mensch entscheidet, was damit geschieht. Ein KI-Agent hat Zugriff auf Systeme und führt Aktionen selbst aus, zum Beispiel E-Mails verschicken oder Datensätze ändern. Deshalb braucht ein Agent Berechtigungen, Freigaben und ein Protokoll.
Was kostet ein KI-Agent?
Es gibt Entwicklungskosten und Betriebskosten. Bei ZERYON Systems klärt ein Discovery Workshop für 2.900 € netto, ob sich ein Agent für Ihren Fall trägt. Er wird bei einem Projekt ab 25.000 € netto angerechnet. Individuelle KI-Anwendungen starten bei 25.000 € netto. Die Kontrollschicht AXYON kostet 7.990 € einmalig als macOS-App oder 39.990 € einmalig als Appliance. Dazu kommen Modellkosten in der Cloud oder Hardware für ein lokales Modell. Alle Preise zzgl. USt.
Kann ein KI-Agent ohne Freigabe handeln?
Technisch ja, wenn man ihn so baut. Deshalb gehört eine Freigabestufe vor jede Aktion, die Geld bewegt, Kunden erreicht oder Daten löscht. Diese Stufe legt das Unternehmen fest und nicht der Agent.
Kann ein KI-Agent lokal laufen, ohne Cloud?
Ja. Das Sprachmodell kann auf eigener Hardware betrieben werden, die Daten verlassen dann das Haus nicht. Lokale Modelle sind bei manchen Aufgaben schwächer als die größten Cloud-Modelle, das klären wir pro Anwendungsfall.
Brauche ich AXYON, um einen Agenten zu betreiben?
Nein. Ein einzelner Agent kann Freigaben und Protokoll auch selbst mitbringen. AXYON lohnt sich, wenn mehrere Agenten über eine gemeinsame Kontroll- und Freigabeschicht laufen sollen und Sie die Regeln an einer Stelle pflegen wollen.
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